Sicherheitshinweise
Ätherische Öle
Damit du ätherische Öle sicher, bewusst und mit gutem Gefühl anwenden kannst.
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenauszüge — kraftvoll und wirkungsvoll. Mit dem richtigen Wissen kannst du sie sicher und verantwortungsvoll einsetzen.
Nie unverdünnt auf die Haut
Ätherische Öle sind hochkonzentriert und dürfen in der Regel nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Sie werden immer in einem Trägeröl verdünnt — zum Beispiel Jojobaöl, Mandelöl oder Kokosöl.
Ältere Menschen & empfindliche Haut: 0,5–1 % (1–2 Tropfen auf 10 ml)
Kinder ab 3 Jahren: 0,5 % — nur nach fachkundiger Beratung
Ausnahme: Lavendel und Teebaumöl können in kleinen Mengen unverdünnt auf die Haut angewendet werden — aber auch hier gilt: weniger ist mehr.
Augenkontakt & Schleimhäute vermeiden
Ätherische Öle dürfen nie in die Augen, Ohren oder auf Schleimhäute gelangen. Bei versehentlichem Kontakt sofort mit einem fetten Öl (z.B. Olivenöl) reinigen — kein Wasser, da Öl sich nicht mit Wasser verbindet.
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Schwangerschaft und Stillzeit ist besondere Vorsicht geboten. Viele ätherische Öle sollten in dieser Zeit nicht oder nur in sehr geringer Konzentration angewendet werden.
Kinder & Babys
Bei Kindern unter 3 Jahren sollten ätherische Öle grundsätzlich nicht direkt angewendet werden. Bei älteren Kindern gilt eine sehr geringe Konzentration und fachkundige Beratung.
- Pfefferminze nie im Gesicht oder Brustbereich von Kindern unter 6 Jahren anwenden
- Eukalyptus bei Kindern unter 10 Jahren meiden
- Immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
Epilepsie & Erkrankungen
Bei bestimmten Erkrankungen sollten manche ätherischen Öle gemieden werden. Menschen mit Epilepsie sollten folgende Öle vermeiden:
- Kampher, Rosmarin, Salbei, Fenchel, Hyssop
Bei Bluthochdruck, schweren Leber- oder Nierenerkrankungen sowie bei der Einnahme von Medikamenten bitte immer vorher ärztlichen Rat einholen.
Haustiere
Viele ätherische Öle sind für Haustiere giftig — besonders für Katzen, die Öle nicht abbauen können. Diffuser sollten nie in Räumen mit Katzen betrieben werden.
- Katzen: fast alle ätherischen Öle meiden
- Hunde: Teebaumöl, Zimt, Knoblauch, Zitrusöle meiden
- Bei Unsicherheit immer Tierarzt befragen
Photosensibilisierung
Bestimmte ätherische Öle — vor allem Zitrusöle wie Bergamotte, Zitrone, Grapefruit — machen die Haut lichtempfindlich. Nach dem Auftragen auf die Haut sollte die Sonne für 12–24 Stunden gemieden werden.
Qualität & Lagerung
Nur naturreine, hochwertige ätherische Öle verwenden — synthetische Duftstoffe haben keine therapeutische Wirkung und können schaden.
- Kühl und dunkel lagern
- Gut verschlossen aufbewahren
- Nicht in Plastikbehältern — Braunglasfläschchen sind ideal
- Ablaufdatum beachten
- Zitrusöle verderben schneller als andere Öle
Kein Ersatz für medizinische Behandlung
Ätherische Öle und Aromapflege sind eine ergänzende Möglichkeit zur Förderung des Wohlbefindens. Sie ersetzen keine ärztliche, therapeutische oder medikamentöse Behandlung.
Ätherische Öle sind ein wunderbares Geschenk der Natur — mit dem richtigen Wissen können sie dein Leben bereichern und dein Wohlbefinden sanft unterstützen.
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